Bündnis "United4Rescue":

 Die "SeaWatch4" ist gestartet!

Auch mit unserer Hilfe: Gestartet!

Hier gibts das Logbuch der Seawatch4 - es lohnt sich, immer mal wieder reinzuschauen!

Und hier kann man ihre Position sogar live verfolgen.

 

 

April 2020. United4Rescue schreibt:

Europa schottet sich in der Corona-Krise weiter ab. Mehr denn je werden auf dem Mittelmeer in Seenot geratene Menschen ohne jeden Rettungsversuch ihrem Schicksal überlassen. Alle Rufe nach einem neuen europäischen Seenotrettungsprogramm und einer menschenrechtsbasierten Asylpolitik in Europa bleiben ungehört.
Doch auch in den kommenden Wochen und Monaten werden wieder viele Menschen über das Mittelmeer fliehen. Gleichzeitig stellt die aktuelle Corona-Pandemie die zivilen Seenotrettung vor ganz neue Herausforderungen. Deshalb fragen wir uns:
 
Wie wird die Arbeit der Seenotretter in diesem Sommer aussehen? Welche politischen Spielräume gibt es noch für einen politischen Kurswechsel auf dem Mittelmeer?


Darüber unterhalten wir uns am Dienstag den 28.04. ab 18 Uhr im Livestream mit Marie von Manteuffel, Flucht- und Migrationsexpertin im Berliner Büro von Ärzte ohne Grenzen / Médecins Sans Frontières (MSF) und Mattea Weihe, Mitarbeiterin im Advocacy-Team und langjähriges Crew-Mitglied von Sea-Watch.

Dazu möchten wir Euch herzlich einladen. Seid dabei und stellt eure Fragen!
Jetzt vormerken: 28.04. 18:00 - 18:45 Uhr
Link zum Livestream: https://youtu.be/LkUDviC2iGI

Eure Fragen könnt ihr schon jetzt stellen unter mitmachen@united4rescue.com. Macht mit und leitet diese Email gerne an auch an weitere Interessierte weiter.

Wir freuen uns auf ein spannendes Gespräch.

 

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Stand 20.2.2020

Das Schiff ist getauft - ein Video gibt es hier!

 

Stand 30.1.2020:
Die „Poseidon“ in Kiel wird bald im Mittelmeer Menschenleben retten

In einem verdeckten Bieterverfahren konnte das Bündnis United4Rescue mit der Seenotrettungsorganisation Sea-Watch das frühere Forschungsschiff „Poseidon“ ersteigern. Der Hashtag des Bündnisses #wirschickeneinSchiff soll noch im Frühjahr Realität werden.

Bis Ende 2019 war die „Poseidon“ als Forschungsschiff im Einsatz. Sie ist hinsichtlich ihrer Größe und ihrer technischen Daten sehr gut geeignet, um demnächst für die Seenotrettung eingesetzt zu werden. Es sind noch Umbauten nötig, bevor das Schiff neue Aufgaben übernehmen kann. „Wir be- nötigen vor allem eine gute Krankenstation an Bord“, stellt Thies Gundlach fest, Vorsitzender des Trägervereins Gemeinsam Retten e.V. „Durch die bisher von Sea-Watch durchgeführten Einsätze wissen wir sehr genau, wie ein Rettungsschiff ausgestattet sein muss, damit gerettete Menschen versorgt und sicher an Land gebracht werden können“, ergänzt Haidi Sadik, Sprecherin von Sea- Watch.

Weitere Infos folgen!

 

Stand Anfang Januar 2020:
Das mittlerweile von über 250 Organisationen getragene gesellschaftliche Bündnis „United4Rescue – Gemeinsam Retten!“ hat heute auf der Suche nach einem geeigneten Rettungsschiff das Schiff “Poseidon” in Kiel besichtigt und wird sich am Bieterverfahren beteiligen. Unserem Spendenaufruf des Bündnisses sind schon über 2500 Menschen und Organisationen gefolgt.
Mehr als 250 Organisationen unterstützen United4Rescue als Bündnispartner. Dazu zählen Ärzte ohne Grenzen, der Deutsche Gewerkschaftsbund, zahlreiche Kirchen und Gemeinden, sowie viele andere Organisationen, darunter ein Schifffahrtsunternehmen, eine Tanzschule und sogar ein Bauernhof.

Dezember 2019:
Unser Presbyterium hat beschlossen: Wir werden Teil des Bündnisses "United4Rescue" - Gemeinsam retten e.V. 
Getragen von vielen Gemeinden und Initiativen im Bereich der evangelischen Kirche wird ein Schiff finanziert, das im Mittelmeer Menschen in Seenot rettet. Wir wollen nicht länger zusehen, wie Europa versagt und Menschen ertrinken. Wir können etwas tun.
Wer mehr wissen möchte: Siehe hier!

Manfred Rekowski, der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, schreibt dazu: 

Mehr als 19.000 Menschen sind seit 2014 im Mittelmeer ertrunken. Immer wieder schrecken uns Nachrichten auf, die von neuen Toten berichten. An dieses tausendfache Sterben wollen wir uns nicht gewöhnen.

Wir setzen wir uns seit Jahren gegen das Sterben im Mittelmeer und für die zivile Seenotrettung ein. Angesichts der humanitären Katastrophe und des fortdauernden politischen Stillstands auf europäischer Ebene reichen Appelle allein nicht länger aus. Gemeinsam mit vielen anderen hat die Evangelische Kirche im Rheinland wiederholt öffentlich deutlich gemacht, dass es dringender denn je Seenotrettung und einen europäischen Verteilmechanismus für Bootsflüchtlinge braucht.

Schon im Januar 2019 hat die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland auf Vorschlag der Jugendsynode beschlossen, die Bereitstellung eines neuen Seenotrettungsschiffes zu ermöglichen. Zwischenzeitlich hat der Rat der EKD einen Impuls des Deutschen Evangelischen Kirchentages aufgegriffen und nun zu einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis „United4Rescue – Gemeinsam retten“ aufgerufen, das die zivile Seenotrettung mit einem neuem Rettungsschiff sowie die Seenotrettung insgesamt unterstützt. Die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland hat Mitte November dieses Vorhaben aufgegriffen und empfiehlt allen Kirchengemeinden, dieses Aktionsbündnis zu unterstützen. Dies greife ich gerne auf und ermutige Sie, sich diesem Aktionsbündnis anzuschließen.

Ich weiß sehr wohl: Ein einzelnes Rettungsschiff löst die Gesamtproblematik von Flucht und Migration nicht. Doch es ist ein eindeutiges Signal dafür, dass unsere Gesellschaft die Werte der Humanität nicht aufgibt. Und es rettet Menschenleben.

Die Kirchenleitung hat ihrerseits in Umsetzung des Beschlusses „Zur Flüchtlingsproblematik an den EU-Außengrenzen“ beschlossen, 100.000 Euro zur Bereitstellung eines Schiffes der Seenotrettung zur Verfügung zu stellen und hat sich dem Aktionsbündnis „United4Rescue – Gemeinsam retten“ angeschlossen.