Bündnis "United4Rescue" - wir schließen uns an

Unser Presbyterium hat beschlossen: Wir werden Teil des Bündnisses "United4Rescue" - Gemeinsam retten e.V. 

Getragen von vielen Gemeinden und Initiativen im Bereich der evangelischen Kirche wird ein Schiff finanziert, das im Mittelmeer Menschen in Seenot rettet. Wir wollen nicht länger zusehen, wie Europa versagt und Menschen ertrinken. Wir können etwas tun.
Wer mehr wissen möchte: Siehe hier!

Manfred Rekowski, der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, schreibt dazu: 

Mehr als 19.000 Menschen sind seit 2014 im Mittelmeer ertrunken. Immer wieder schrecken uns Nachrichten auf, die von neuen Toten berichten. An dieses tausendfache Sterben wollen wir uns nicht gewöhnen.

Wir setzen wir uns seit Jahren gegen das Sterben im Mittelmeer und für die zivile Seenotrettung ein. Angesichts der humanitären Katastrophe und des fortdauernden politischen Stillstands auf europäischer Ebene reichen Appelle allein nicht länger aus. Gemeinsam mit vielen anderen hat die Evangelische Kirche im Rheinland wiederholt öffentlich deutlich gemacht, dass es dringender denn je Seenotrettung und einen europäischen Verteilmechanismus für Bootsflüchtlinge braucht.

Schon im Januar 2019 hat die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland auf Vorschlag der Jugendsynode beschlossen, die Bereitstellung eines neuen Seenotrettungsschiffes zu ermöglichen. Zwischenzeitlich hat der Rat der EKD einen Impuls des Deutschen Evangelischen Kirchentages aufgegriffen und nun zu einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis „United4Rescue – Gemeinsam retten“ aufgerufen, das die zivile Seenotrettung mit einem neuem Rettungsschiff sowie die Seenotrettung insgesamt unterstützt. Die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland hat Mitte November dieses Vorhaben aufgegriffen und empfiehlt allen Kirchengemeinden, dieses Aktionsbündnis zu unterstützen. Dies greife ich gerne auf und ermutige Sie, sich diesem Aktionsbündnis anzuschließen.

Ich weiß sehr wohl: Ein einzelnes Rettungsschiff löst die Gesamtproblematik von Flucht und Migration nicht. Doch es ist ein eindeutiges Signal dafür, dass unsere Gesellschaft die Werte der Humanität nicht aufgibt. Und es rettet Menschenleben.

Die Kirchenleitung hat ihrerseits in Umsetzung des Beschlusses „Zur Flüchtlingsproblematik an den EU-Außengrenzen“ beschlossen, 100.000 Euro zur Bereitstellung eines Schiffes der Seenotrettung zur Verfügung zu stellen und hat sich dem Aktionsbündnis „United4Rescue – Gemeinsam retten“ angeschlossen.