Petition: die 100.000 sind geknackt!

… für eine humane Flüchtlingspolitik

Eine beachtliche Schwelle ist überschritten: Nunmehr hat die Petition "#Flüchtlingspolitik in Europa: Erst stirbt das Recht, dann der Mensch!" mehr als 100.000 Unterschriften. Die auch von Präses Manfred Rekowski unterzeichnete Online-Unterschriftenaktion kommt aus dem Kreis von Kirchentagsengagierten.

"Offenbar haben wir ein Thema getroffen, das nicht nur uns, sondern sehr sehr vielen auf der Seele liegt", sagt die Juristin und Journalistin Beatrice von Weizsäcker, sie ist Mitglied des Präsidiums des Deutschen Evangelischen Kirchentags. Die Petition hat sie zusammen mit Sven Giegold und Ansgar Gilster initiiert, die beide ebenfalls im Kirchentagspräsidium engagiert sind.

In der Petition heißt es: "Als Christinnen und Christen, als Bürgerinnen und Bürger, fordern wir die Regierungen in der EU auf, den Flüchtlingsschutz nicht weiter zu gefährden." Weiter wird formuliert, dass Kriege, Unterdrückung und Ungerechtigkeit zentrale Gründe dafür sind, dass Menschen ihr Zuhause verlassen. "Für Staaten, und Gesellschaften ist diese Not eine Herausforderung. Viele Menschen in Europa sehen das Problem jedoch in den Flüchtlingen und Migranten und fordern Abschottung. Die Politik folgt dieser Logik immer mehr. Es ist höchste Zeit, dies zu ändern und die Folgen dieser Entwicklung klar zu benennen."

Konsequent für Menschenwürde

Bei Facebook erläuterte Präses Rekowski, warum er die Petition unterzeichnet hat und auch andere dazu aufruft, sie zu unterstützen: Mit der Unterzeichnung bei change.org trete man "konsequent für Menschenwürde und Menschenrechte ein, selbst wenn eine Mehrheit dafür keinen Beifall spenden sollte. Wir aber werden weiterhin um Mehrheiten für eine menschenwürdige Flüchtlingspolitik werben."

Der Präses beschäftigt sich als Vorsitzender der EKD-Kammer für Migration und Integration selbst konsequent mit Fragen der Flüchtlingspolitik und Flüchtlingsarbeit. Bei einem Besuch auf Malta hat er im Juli die (festgesetzte) zivile Seenotrettung für Flüchtlinge besucht.

Quelle: EKiR